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Im vollbesetzten Saal der Westerwaldhalle begrüßte Walter
Beck, Geschäftsführer der Fa. bewa-plast Beck GmbH, alle Teilnehmer und erläuterte die wichtigsten Entwicklungen in der Fensterbranche: so z. B. die
CE-Kennzeichnungspflicht seit 01.02.1010 und die damit verbundenen Veränderungen. Beck wies darauf hin, dass nur noch die europäischen Normen gelten,
die deutschen Normen hingegen hinfällig seien.Für den Hersteller bedeute das, dass er angeben muss, wie gut seine Fenster bezüglich Wärmeschutz,
Windwiderstand, Luftdurchlässigkeit und Schlagregendichtigkeit ausgestattet sind. Für den Wärmeschutz, Einbruchschutz, Flucht- und Paniktüren
gelten nun höhere Anforderungen, der Schallschutz würde nach EU-Normen hingegen weniger streng gehandhabt als nach alter deutscher Norm.Anschließend
zeigte der Verkaufsleiter für Deutschland Herr Bodo Müller von der Fa. Winkhaus, die Möglichkeiten auf, wie man Wohnkomfort und Sicherheit mit
Winkhaus-Produkten verwirklichen kann.
In dem Vortrag der Fa. Aluplast wurde dann von Herrn Dipl.-Ing.
Arno Bender, das neue energeto-Passiv-Haus-Fenster vorgestellt.Dabei spielen die glasfaserverstärkten Aussteifungsstege sowie die Klebetechnik zur
Erreichung der notwendigen Dämmwerte, eine wichtige Rolle.
Walter Beck erklärte wie wichtig es ihm ist, seine Kunden über
neue Entwicklungen und Produkte auf dem Laufenden zu halten. „Unsere Händlerkunden sollen kompetenter bei den Verkaufsgesprächen auftreten können und
das richtige Produkt für den jeweiligen Endkunden auswählen.“ Schon in den vergangenen Jahren führte das Unternehmen daher regelmäßige
Schulungen für seine Händler in eigenen Räumlichkeiten durch.
Gegründet wurde das Unternehmen bewa-plast 1952 durch Walter
Becks Vater Herbert Beck, der zunächst mit der Produktion von Holzfenstern begann und später auf Kunststofffenster umstellte. 1986 übernahm Walter Beck
nach dem Tod seines Vaters die Geschäftsführung und baute das Unternehmen weiter aus. Hierzu gehörte vor 2 Jahren auch die Umstellung von einer der
beiden Fenster-Fertigungstraßen auf die zukunftsweisende Klebetechnik.
Im Anschluss an die Vorträge konnten sich die Teilnehmer in
einer Praxisvorführung im Werk die Klebetechnik sowie den Scheibenaustausch bei geklebten Fenstern anschauen. Beck über die Vorteile der
Klebetechnik: Durch die Scheibenverklebung werden Rahmen und Flügel schmäler, das bedeutet mehr Licht. Außerdem senken sich die Flügel im Laufe
der Zeit nicht ab und Fensterscheiben lassen sich nicht mehr von Einbrechern aus dem Rahmen hebeln. Besonders eignen sich diese Fenster für die
Altbaumodernisierung, da sie den schmalen Ansichtsbreiten der alten Fenster am ähnlichsten sind. Vor allem aber bilden Fensterscheibe und Rahmen in
Bezug auf die Wärmedämmung eine Einheit. „Heute sind die Fensterscheiben oft besser gedämmt als die Rahmen. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit werden die
Rahmen feucht, ohne dass der Hausbewohner es sieht, und es kommt zur Schimmelbildung“ erklärt Beck. Passen Rahmen und Scheibe dagegen
zusammen, beschlägt die Scheibe und der Bewohner kann rechtzeitig lüften. „Durch die Entscheidung für die Klebetechnik stehen wir derzeit am Markt
gut da“ so Beck. „Im Jahr der Wirtschaftskrise konnten wir unsere Umsätze sogar noch um 10% steigern.“
Im Zuge der immer höheren Anforderungen an die Wärmedämmung ist
bewa-plast zur Zeit dabei für Rahmenverbreiterungen und Wandanschlussprofile ein Sandwichsystem zu entwickeln, das wesentlich besser gedämmt ist als
bisherige Systeme. Denn spätestens 2015 dürfe ein Neubau nur noch ein hoch wärmegedämmtes Passivhaus sein, so Beck.
Nach der Mittagspause hieß es dann
– Werksvertragssrecht für Handwerker
–das von dem Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht Herrn Michael Pinstock sehr lebhaft vorgestellt wurde. Der Vortrag endete, wegen der vielen Fragen mit einer Verspätung von fast einer Stunde um 17.30 Uhr.
Es war eine insgesamt gelungene Veranstaltung, die sicherlich im nächsten Jahr wiederholt wird.
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